Die Familie Ziefle aus dem Schwarzwald
 





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Wappen I.

 

Familienwappen,
veröffentlicht von Werner H. Ziefle in: Pfälzer Familien- und Wappenkunde, 1970/14.

Wappenbeschreibung: Gespalten, vorne geteilt von Rot über Blau; oben silberner Schräglinksbalken, belegt mit roten Rosen mit goldenen Butzen, unten silberne Staude (Zwiebel) mit drei Blüten. - Hinten in Gold steigender roter Hirsch, auf grünem Boden. - Auf dem gold/rot bewulsteten Helm mit gold/roten Decken der Hirsch wachsend.
 

Zum dargestellten Wappen

Das dargestellte Wappen ist eine von Agathe Sanders / Worms gezeichnete neue Fassung eines inhaltlich gleichen Vorbildes, das seit unbekannter Zeit in Familienbesitz ist und aus dem 16./17. Jh. stammen dürfte.

Die Bedeutung des Wappens ist nicht in allen Teilen feststellbar. Ohne Zweifel läßt der Hirsch in Schild und Helmzier auf die württembergische Heimat des ersten Wappeninhabers schließen, zumal die drei Rosen auf einen Lutheraner hinweisen. - Die drei Blüten sind stilisierte Blüten eines Zwiebelgewächses, wobei die Tulpe als Vorbild gedient haben könnte. Damit würde eine "redende" Symbolisierung des Familiennamens vorliegen, der sich nach der Deutung von Fach-Etymologen von Zwiebel (lat. cepa) herleiten kann. Im Elsaß (Weißenburg) heißt noch heute die Speisezwiebel mundartlich "Zifel".

Der älteste bisher gesicherte Ahn des Einsenders ist Hans Ziflen, * um 1570 (vermutlich in Heselbach bei Freudenstadt im Schwarzwald), + das. 14.4.1666. - Namensträger der Formen Zyfflin, Ziflen finden sich um 1550 im nicht weit entfernten Baiersbronn.

Das in der Familie überlieferte Wappen trägt die Unterschrift "Ehrbares Weißenburger Geschlecht Ziefle". Nach frdl. Auskunft der "Heimatstelle Pfalz" kommt der Name Ziflin bei Weißenburg im Simmental im schweizerischen Kanton Bern vor. Abwanderungen von Namensträgern in den Schwarzwald erscheint möglich.

Einsender: Werner Ziefle, 6841 Rosengarten über Lampertheim, Rheingoldstraße 9

[aus: Pfälzer Familien- und Wappenkunde, 1970/14], Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Werner H. Ziefle

 

Zur Problematik "Ehrbares Weißenburger Geschlecht"

Die von Werner Ziefle 1970 in der Veröffentlichung des vorstehenden, seit langem in der Familie bekannten Wappens geäußerte Vermutung, "Weißenburg sei entweder Weißenburg" im Elsaß oder Weißenburg im Simmental im schweizerischen Kanton Bern konnte bis heute nicht geklärt werden.

Im Baiersbronner Almosenbüchlein von 1648 heißt es: "Einem alten Spitaler von Weißenburg geben 10 Kreuzer." Die naheliegende Vermutung, bei diesem Weißenburg könnte es sich um einen der vielen Flurnamen im Murgtal handeln, konnte bis jetzt auch noch nicht erhärtet werden.

Daneben gibt es - um der Vollständigkeit willen - auch noch ein Weißenburg in Bayern.

 

 

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Letzte Änderung: 30. Juli 1997
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