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Die Geschichte von Igelsberg

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Igelsberg wird (nach der der Oberamtsbeschreibung vom Jahre 1858) erstmals genannt im Schenkungsbuch des Klosters Reichenbach. In den ältesten Reichenbacher Aufzeichnungen (cod. Reichenbach 19 b. 24a. 26a) ist bloß von einem Berge Iringesberc-Iringisberc, herkommend von dem Mannesnamen Inrung um das Jahr 1100 die Rede. Im Jahr 1228 war bereits hier eine Ansiedlung, die sich aber jetzt Illensperg nannte.

Ursprünglich gehörte Igelsberg dem Pfalzgrafen von Tübingen (Rudolf), der es dem Hochstift in Straßburg lehnbar machte (1228). Im Jahr 1100 übergab Werner von Salzstetten einen Teil des Berges an das Kloster Reichenbach (Gregorszell) durch den Grafen Hugo von Tübingen (Cod. Reichenbach 26a) und im Jahre 1289 verkaufte Konrad, genannt Burzer, die Vogtei des Dorfes, welche jährlich 3 Pfund 14 Schilling "Tübingisch" eintrug, an das Kloster, wozu Pfalzgraf Ludwig und Elisabeth geb. Pfalzgräfin zu Tübingen, ihre Einwilligung gaben. Sie verzichteten auf alle Rechte, welche von ihren Voreltern auf sie übergegangen waren.

Kirchlich gehörte der Klosterbezirk Reichenbach zum Sprengel des Bistums Konstanz, welches ihn dem Landkapitel Dornstetten (später Horb) zuteilte. 1603 wurde die Gegend reformiert und 1672 dem Dekanat Freudenstadt zugewiesen. Generalamt war 1577 Tübingen, 1586 Denkendorf, 1598 Bebenhausen, 1810 wieder Tübingen.
 

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Zeichnung aus: Sieb, Das Klosterdorf Igelsberg, S. 3


Die am Südende des Dorfes stehende, sehr alte Kirche zeigt an dem Langhause noch schwache Reste der romanischen Bauweise, während der mit einem halben Achteck schließende, mit schön gefüllten Spitzbogenfenstern versehene Chor im frühgermanischen Stile erbaut ist.

Um die Kirche liegt der Begräbnisplatz.

Die Kirche ist dem St. Niklas geweiht, dem Heiligen der Wildnis, der Öde. Es waren nur wenige Bauern, die es wagten, auf dem sandigen, wenig fruchtbaren Boden des Igelsberg sich anzusiedeln. Das einzig Verlockende war das Weideland (Wald gehörte auch dazu; das Dorf Erzgrube war noch nicht da) und der Schutz des Klosters.
Zur Zeit des dreißigjährigen Krieges lebten hier schon 16 Familien.

 

Quelle: Sieb, Hermann. Das Klosterdorf Igelsberg. Ein Streifzug durch seine Geschichte und Markung. Altensteig, 1925

 

 
 
Letzte Änderung: 25. Januar 1998
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