Die Familie Ziefle aus dem Schwarzwald
 
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Die Orte.

Freudenstadt und Umgebung

 

I. Um 1800 zum Ende der württembergischen Herzogszeit

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts befanden sich sechs Oberämter rund um Freudenstadt: drei weltliche und drei Klosteroberämter. Die weltlichen Oberämter waren Dornstetten, Freudenstadt und Altensteig, die Klosteroberämter waren Reichenbach, Alpirsbach und Bebenhausen.

Oberamt Dornstetten

Dornstetten kam 1320 zu Württemberg. Um 1800 gehörten folgende Gemeinden zum Amt Dornstetten:
  • Aach (württ. 1320) mit Benzingen (württ. wahrscheinlich gleichzeitig mit Glatten, zu dem es früher gehört hatte)
  • Baiersbronn (württ. 1320) mit Buhlbach (entstanden 1758)
  • Besenfeld mit Urnagold (württ. 1421)
  • Dietersweiler (württ. 1511) samt Lauterbad (entstanden 1721)
  • Erzgrube (entstanden um 1700)
  • Glatten (württ. 1320) mit Niederhofen (württ. 1511)
  • Grüntal mit Frutenhof (württ. 1421)
  • Hallwangen (württ. 1320, 1372, 1473)
  • Herzogsweiler (entstanden 1723) samt Kälbersbronn (entstanden 1725) und Neunuifra (entstanden 1723)
  • Hörschweiler (württ. 1511, 1521, 1624)
  • Pfalzgrafenweiler (württ. 1421)
  • Schopfloch (württ. 1589)
  • Schönmünz (ohne Glashütte, die zum Reichenbacher Amt gehörte), entstanden seit 1765
  • Sulzbach bei Lombach (württ. wahrscheinlich mit Lombach)
  • Tumlingen (württ. 1625)
  • Untermusbach (württ. wahrscheinlich mit Dornstetten)
  • Wittlensweiler (württ. 1473)

Unter diesen zahlreichen Ortschaften waren nur sechs größere mit eigenen Pfarreien: Baiersbronn, Dornstetten, Glatten, Grüntal, Pfalzgrafenweiler und Tumlingen. Die Pfarreien Dietersweiler und Wittlensweiler wurden viel später gegründet.

Oberamt Freudenstadt

Freudenstadt, die von Herzog Friedrich im Jahre 1599 neugeschaffene Stadt, trat von ihrer Gründung an mit der alten Amtsstadt Dornstetten in Wettbewerb. Nach dem Willen ihres Gründers sollte Freudenstadt Amtsstadt werden. Von Anfang an war Christophstal mit Freudenstadt zu einer Gemeinde verbunden. Rodt war der erste Amtsort, den Herzog Friedrich im Jahre 1601 erwarb und zu Freudenstadt schlug.

Unter Johann Friedrich wurde das Amt erheblich vergrößert. Zunächst wurde im Jahr 1612 der hochegelegene Kniebis von seiner Verbindung mit Dornstetten gelöst und an Freudenstadt gewiesen. Daß Verkehrsverhältnisse nicht allein ausschlaggebend waren, sondern noch mehr die Neigung des Fürstenhauses, die Siedlung Freudenstadt zu heben, sieht man am besten daraus, daß Herzog Johann Friedrich die im Jahr 1614 erworbenen Ortschaften Neuneck, Bössingen und Unteriflingen nicht zu dem näheren Dornstetten schlug, sondern zu dem ferner gelegenen Amt Freudenstadt.

Von da an bis um 1800 hat sich das Oberamt Freudenstadt nicht mehr vergrößert. Unter den Ortschaften des Amtsbezirks gab es nur eine einzige Gemeinde, die Sitz eines Pfarramts war (Neuneck), nur zwei Gemeinden mit eigenen Schulen (Neuneck, Rodt), alle anderen waren Filialgemeinden, meist auch ohne eigene Schule.

Oberamt Altensteig

Altensteig war bis 1810 Sitz eines Oberamts. Sein Gebiet ist 1603 zu Württemberg gekommen. Ein Teil der zu diesem Amt gehörigen Ortschaften liegt im heutigen Kreis Nagold, im heutigen Gebiet von Freudenstadt lagen damals folgende Ortschaften.

  • Cresbach samt Ober- und Unterwaldach (württ. 1624), sowie Vörbach (württ. 1440 und 1625)
  • Durrweiler (württ. 1603)
  • Edelweiler (entstanden 1723)
  • Göttelfingen (württ. 1603) samt Eisenbach
  • Grömbach (württ. 1603)
  • Wörnersberg (württ. 1614, 1625)

Es handelt sich um sechs Gemeinden, von denen nur zwei (Göttelfingen und Grömbach) Pfarrdörfer waren.

Klosteramt Reichenbach

Das Klosteramt Reichenbach ist seit 1595 in unmittelbarem württembergischen Besitz. Seine neun Ortschaften liegen alle innerhalb des jetzigen Kreises Freudenstadt.

  • Heselbach
  • Hochdorf mit Schernbach
  • Huzenbach
  • Igelsberg
  • Reichenbach samt Tonbach, d.h. den sogenannten Reichenbacher Höfen an der Einmündung des Tonbachtals in das Murgtal
  • Obermusbach
  • Röt mit Schönegründ
  • Schönmünzacher Glashütte (erbaut 1734)
  • Schwarzenberg

Auch hier handelt es sich fast durchweg um kleine Ortschaften, nur um zwei Pfarrdörfer (Reichenbach und Schwarzenberg).

Klosteramt Alpirsbach

Das Klosteramt Alpirsbach besaß außerhalb des heutigen Kreises Freudenstadt zahlreiche Gemeinden, insbesondere im Gebiet des heutigen Kreises Oberndorf. Das Kloster war im 15. Jahrhundert, wohl 1442, unter die Schutzherrschaft Württembergs gekommen. Seine Besitzungen innerhalb des heutigen Kreises Freudenstadt hatten früher größtenteils zur Herrschaft Loßburg gehört und waren 1501 in den Besitz des Klosters und damit auch in die württembergische Schutzherrschaft übergegangen. Es waren folgende sechs Gemeinden:

  • Lombach samt Ursental (württ. 1501)
  • Loßburg samt Büchenberg und Oedenwald (württ. 1501)
  • Oberiflingen (württ. 1403ff., 1501)
  • Reinerzau (württ. 1501)
  • Schömberg (württ. 1501)
  • Wittendorf (württ. 1501) mit Oberbrändi und Romsgrund

Es waren vier größere Gemeinden mit Pfarrsitz (Lombach, Oberiflingen, Reinerzau und Schömberg; Loßburg war damals Filial von Lombach).

Klosteramt Bebenhausen

Das Klosteramt Bebenhausen bei Tübingen hatte einen ganz kleinen Besitz:

  • Vesperweiler im Waldachtal (gehörte um 1800 kirchlich zu Pfalzgrafenweiler, jetzt zu Cresbach bzw. Tumlingen)

 


II. 1800 bis 1820 - weiter mit Teil 2

 

 
 
Letzte Änderung: 13. Februar 1998
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