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Der Name Zifflin taucht bereits 1459/1460 in Reinerzau und um
1564 in Alpirsbach und Schömberg auf. Im Laufe der Zeit erfährt er die
verschiedensten Abwandlungen und Schreibweisen: Ziefle, Zieffle, Zifelin,
Ziffel, Ziffle, Zifflen, Zifflin, Zifle, Ziflen, Ziflin, Zifloin, Zuefle, Züfle,
Züffle, Züfflin, Züflin, Zyfelin, Zyflin.
Andere, ähnlich klingende Namen wie z.B. Züberlin,
Zipplin, Zypplin geben zwar Anlaß zu
Vermutungen, ein Nachweis einer Namensverwandschaft konnte bis jetzt aber nicht
geführt werden. Am ehesten könnten solche Namensformen im Zuge der
Einbürgerung von Auswanderern - z.B. in die Vereinigten Staaten von Amerika
- heute dort gefunden werden (z.B. Zuflo, Ziflo, Ziefele, Zifler, Zuepfle, Zueffe).
Die Herkunft des Familiennamens Ziefle mit all seinen Abwandlungen ist bis
heute nicht endgültig geklärt. Es gibt mehrere Deutungsversuche.
Die Veröffentlichung des Ziefle-Wappens von Werner H. Ziefle [1] erwähnt
die eine Deutung des Familiennamens: danach leitet er sich von Zwiebel (lat.
cepa) her. Im Elsaß (Weißenburg) heißt danach heute noch die
Speisezwiebel mundartlich Zifel.
Diese Deutung wird auch von BERGER/ETTER [2] genannt. Danach steht das mhd.
Zwivel, Zwibolle für Zwiebel: "die Eßlinger
heißen heute noch die Zwiebel". Es werden aber auch noch andere
Deutungen angeführt: das mhd. Zwivel bedeutet "Zweifel,
Wankelmut"; als Beleg wird ein Aufkommen um 1200 in Köln angeführt
(Henrici Zwivils/Zwivels).
Nach KAPFF [3] ist Züfle wie Ziefle der
Hinsiechende. LINNARTZ [4] führt in seinem Namensbuch den Familiennamen Züfle
auf den Vornamen Sigfried zurück. In der Monographie über Schernbach [5]
wird Ziefle über Züfle, Zübler,
Zubermann, Kübler zu Küfer zurückgeführt.
Quellen:
| [1] |
Pfälzer Familien- und Wappenkunde, 1970 / 14. |
| [2] |
BERGER, Fritz / ETTER, Otto R., Die Familiennamen der Reichsstadt
Eßlingen im Mittelalter. In: Eßlinger Studien, hrsg. vom Kulturamt
der Stadt Eßlingen am Neckar, Bd. 7, 1961. |
| [3] |
KAPFF, Rud., Schwäbische Geschlechternamen, Stuttgart 1927. |
| [4] |
LINNARTZ, Dr. K., Unsere Familiennamen. Band II. Ferd. Dümmlers
Verlag: Bonn, Hannover, Hamburg. 3. Aufl. 1958. |
| [5] |
Unser Schernbach. Der lieben Heimat gewidmet von Johannes Keppler
(Gewerbeschullehrer in Kirchheim u.T.). Selbstverlag Kirchheim 1938. |
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