Die Familie Ziefle aus dem Schwarzwald
 





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   Genealogische Daten zu "Der Altenschulzenhof in Igelsberg im 19. Jahrhundert"
 

Familiengeschichte.

Genalogische Daten


 

Die in der Beschreibung "Der Altenschulzenhof in Igelsberg im 19. Jahrhundert" genannten Personen werden nachfolgend mit ihren genealogischen Daten dargestellt.

In alphabetischer Reihenfolge
[ Schultheiß Beilharz | Oberamtmann Hörner | Martin Kopp | Karoline Mauch | Pfarrer Oberlin | Jakob Friedrich Pfeifle | Dr. iur. Friedrich Schlemmer | Johann Schneider | Martin Schneider | Jakob Schradin | Christian Wacker | Michael Walz | Gustav Werner | Christian Ziefle | Johannes Ziefle | Johannes Ziefle | Johann Michael Ziefle | Philipp Ziefle ]

 

Schultheiß Beilharz
Jacob (Johann Jacob Friedrich) Beilharz, Schultheiß und Schullehrer, * Baiersbronn 22.02.1826, + Nagold 15.03.1904; S.d. Johann Georg Beilharz, u.d. Dorothea Rosina Heinzelmann; oo Baiersbronn 21.07.1853 Amalie Wilhelmine Sigwart, 11 Kinder. (Quelle: www.beilharz-sippe.de)

Oberamtmann Hörner
- noch keine Daten -

Martin Kopp
- noch keine Daten -


Karoline Mauch
- noch keine Daten -

Pfarrer Oberlin
- noch keine Daten -

Jakob Friedrich Pfeifle
- noch keine Daten -

Dr. iur. Friedrich Schlemmer
- noch keine Daten -

Johann Schneider
- noch keine Daten -

Martin Schneider
- noch keine Daten -

Jakob Schradin
- noch keine Daten -

Christian Wacker
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Michael Walz
- noch keine Daten -

Gustav Werner

* Zwiefalten 12.03.1809, + 02.08.1887;
S.d. Johannes von Werner, Forstkassier, später in Reutlingen Finanzkammerpräsident und als Abgeordneter im württembergischen Landtag, u.d. Friederike Christiane NN.
oo 08.11.1841 Albertine Zwißler,
keine Kinder
Briefmarke Württemberg 1949: Gustav Werner
[Bild (Marke Württemberg, 1949): 100 Jahre Stiftung Zum Bruderhaus in Reutlingen, 1849; Portrait Gustav Werner]
  Leben und Werk
(Quelle: http://www.gustav-werner-stiftung.de/)
1809 Gustav Albert Werner wird am 12 März in Zwiefalten geboren. Seine Mutter war Friederike Christiane von Werner. Vater Johannes von Werner, zunächst Forstkassier, wirkt später in Reutlingen als Finanzkammerpräsident und als Abgeordneter im württembergischen Landtag.
1823 Besuch des Seminars Maulbronn (Internats-Gymnasium) bis 1827.
1827 Studium der Theologie in Tübingen bis 1832.
1832 Als Privatlehrer in Straßburg. Begegnung mit dem Lebenswerk des elsässischen Pfarrers Johann Friedrich Oberlin (1740-1826). Dieser hatte durch sozialdiakonische Aktivitäten die bittere Armut der Menschen seiner Gemeinde in bescheidenen Wohlstand verwandelt. "In Oberlin hatte ich mein Ideal gefunden. Und praktisches Christentum zu treiben, wie er in seinem Steintal, stand mir nun als meine Lebensaufgabe vor Auge".
1834 Vikar in Walddorf bei Tübingen. Der junge Vikar übt seinen Beruf in den Gemeinden Walddorf, Gniebel Häslach und Rübgarten mit wahrem Feuereifer aus. Er versucht, den Gemeindegliedern in seinen Predigten deutlich zu machen, dass der Glaube an Christus kein Gnadenpolster zum Ausruhen ist, sondern dass wahrer Glaube in Liebe tätig wird. Der Bürgermeister urteilt nach der ersten Predigt 1834: "So hent mer no koin ghet"!
1837 Gustav Werner beginnt seine diakonische Tätigkeit mit der Gründung einer Kleinkinderschule (Kindergarten) und einer Industrieschule, in der Unterricht in Stricken und Häkeln sowie im Spitzenklöppeln erteilt wird. Als wenig später eine Mutter von sechs Kindern stirbt, sorgt Gustav Werner dafür, dass die Kinder von Menschen aus der Gemeinde aufgenommen werden, auch er selbst nimmt eines auf. Es kommt zur Gründung einer Kinderrettungsanstalt, in die weitere Waisenkinder aufgenommen werden.
1840 Erste Mitarbeiterinnen beteiligen sich an dem Werk. Werners auswärtige Vortrags- und Predigttätigkeit zum Zweck der Spendensammlung führt zum Konflikt mit der Kirchenleitung. Er verzichtet auf das Pfarramt und zieht am 14. Februar mit zwei Mitarbeiterinnen und zehn Kindern zu Fuß nach Reutlingen. Sie beziehen eine gemietete 5-Zimmer-Wohnung. Bald wird er erste Acker gepachtet und eine Kuh gekauft. Die Gemeinschaft finanziert sich durch Spenden von Hörern der Vorträge Werners und den Erträgen aus eigener Arbeit; Kostgeld für die Kinder erhalten sie kaum.
1841 Am 8. November heiratet Gustav Werner eine seiner treuesten Mitstreiterinnen, die Reutlinger Kaufmannstochter Albertine Zwißler. Es war keine Ehe im herkömmlichen Sinne und sie blieb kinderlos. Die eheliche Verbindung sollte lediglich dazu dienen, den angenommenen Kindern eine rechtmäßige Mutter zu geben. Die Zahl der angenommenen Kinder ist auf 29 angewachsen. Reutlinger Bürgerstöchter treten als Mitarbeiterinnen ein. Es bildet sich ein "Strickverein Reutlinger Jungfrauen mittlerer und niederer Stände" mit 80 Mitgliedern, dessen Handarbeiten zu einer wichtigen Einnahmequelle werden.
1842 Werner erwirbt mit Hilfe von Spenden und Darlehen von Freunden ein größeres Wohnhaus auf dem Stadtgraben am Zimmerplatz, genannt "Gottes-Hülfe". Einzug ist im August mit 30 Kindern und fünf Mitarbeiterinnen. Die ersten männlichen Mitarbeiter aus Reutlinger Handwerks- und Winzerfamilien treten ein und gründen die anstaltseigenen Handwerksbetriebe.
1848 80 Kinder und Hilfsbedürftige leben in der Anstalt zusammen.
1850 Kauf der Papierfabrik an der Echaz in Reutlingen.
1854 Gründung der ersten Zweiganstalt in Fluorn im Schwarzwald, nachdem nach etlichen Missernten die Not groß geworden war. Andere Schwarzwald-Gemeinden wie Rodt, Schernbach und Göttelfingen kommen bald hinzu.
1855 Die Reutlinger Anstalt, die "Mutteranstalt" erhält den Namen "Bruderhaus".
1862 Neben der Reutlinger Mutteranstalt gibt es über Württemberg verstreut 24 Zweiganstalten, in denen 437 Kinder und 216 erwachsene Menschen leben. Die Zahl der unentgeltlich Mitarbeitenden (Hausgenossen) hat mit 227 ihren Höhepunkt erreicht. In den Werkstätten und Fabriken des Bruderhauses sind 866 Arbeiter beschäftigt. Die Gesamtpersonenzahl ist mit 1746, der Grundbesitz mit 1282 Morgen angegeben.
1881 Abfassung der Stiftungsurkunde und Gründung der Gustav Werner Stiftung zum Bruderhaus.
1882 Verleihung des Ritterkreuzes I. Klasse des Friedrichsordens. Albertine Werner stirbt am 19. September. Für körperlich, geistig oder seelisch behinderte Menschen - Gustav Werner nannte sie "Halbe Kräfte" - werden im ehemaligen Gasthof "Alte Krone" Arbeitsplätze eingerichtet. Die damals ins Leben gerufene "Kartonagen- und Tütenfabrikation" kann als Vorläuferin der heutigen Werkstatt für Behinderte angesehen werden.
1883 Die Stadt Reutlingen benennt den Papiermühlenweg zur Gustav-Werner-Straße um.
1884 Gustav Werner erhält die Ehrenbürgerrechte der Stadt Reutlingen.
1887 Gustav Werner stirbt am 2. August.


Christian Ziefle
[230] Bauer und Schultheiß 1798-1818 in Igelsberg, * Igelsberg 30.11.1756, + Igelsberg 6.1.1843, oo Regina Christina FREY

Johannes Ziefle
[534] Bauer und Gemeindepfleger ab 1875, Schultheiß 1892-1903 in Igelsberg, * Igelsberg 27.5.1834, + Igelsberg 27.10.1907, oo Karoline BURKHARDT
siehe Bild

Johannes Ziefle
[382] Bürger und Bauer, Schultheiß 1835-1845 in Igelsberg, * Igelsberg 6.3.1802, + Igelsberg 21.9.1872, oo Christina WURSTER

Johann Michael Ziefle
[266] Bauer und Schultheiß 1826-1833 in Igelsberg, * Igelsberg 28.9.1773, + Igelsberg 12.5.1841, oo Anna Maria SACKMANN

Philipp Ziefle
[511] Bauer und Schultheiß 1870-1892 in Igelsberg, * Igelsberg 17.9.1828, + Igelsberg 5.10.1908, oo Christiane SEIDT

Abkürzungen und Zeichen:
* geboren, + gestorben, oo Heirat (röm. Ziffern unterscheiden verschiedene Heiraten)
BBR: Ortssippenbuch Baiersbronn, Htb: Ortssippenbuch Haiterbach, KlR: Ortssippenbuch Klosterreichenbach

Quellen: Ortssippenbuch Baiersbronn, Ortssippenbuch Haiterbach, Ortssippenbuch Klosterreichenbach, Ziefle-Familienbuch

 

 
 
Letzte Änderung: 3. Oktober 2002
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